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Seminar Projektmanagement – Tischtennisbälle, Post-it und FDler-Party

Hallo zusammen,

in der letzten Woche durfte ich ein Seminar zum Thema „Projektbegleitung“ in Hinsbeck besuchen. Für mich war es das erste Bildungsangebot der Sportjugend NRW für Freiwilligendienstleistende, daher war ich gespannt, was mich erwarten würde. Bevor es losgehen konnte, musste ich drei Online-Lerneinheiten am Computer absolvieren und mich zum Scrum Guide informieren. Außerdem habe ich mir im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, in welchen Bereichen ich schon mit Projekten zu tun hatte und ein Projekt reflektiert.

Am Mittwochmorgen ging es endlich los und ich bin mit dem Auto 200 km bis nach Hinsbeck gefahren. Obwohl es die erste längere Autofahrt für mich war, hat alles gut geklappt und ich bin pünktlich angekommen. Als erstes habe ich die anderen Seminarteilnehmer kennengelernt und auch direkt zwei sehr nette Mädels getroffen, mit denen ich mir dann auch ein Zimmer geteilt habe.

Dann ging es auch schon mit der ersten Einheit los! Zu Beginn haben wir etwas über die Unterschiede zwischen klassischem und agilem Projektmanagement gelernt. Während beim klassischen Projektmanagement Zeit, Geld und Ziel schon zu Beginn festgelegt werden, ändern sich die Faktoren beim agilen Projektmanagement ständig. Der Scrum Guide (Rahmenwerk für Teams zur Entwicklung eines Projekts) handelt ebenfalls agil.

Zum agilen Projektmanagement haben wir mehrere anschauliche Beispiele durchgeführt. Unsere Aufgabe war es, dass jeder von uns 30 Tischtennisbälle innerhalb von einer Minute berühren muss. Wir hatten alle den Ehrgeiz, dieses Ziel möglichst schnell und optimal zu erreichen. Dafür hatten wir mehrere „Sprints“ Zeit. Ein Sprint fing mit einer kurzen Besprechung an, in welcher wir uns Methoden überlegt haben, wie wir alle jeden Ball einmal kurz berühren können. In der Phase des praktischen Entwickelns haben wir unsere Methoden ausprobiert und diese anschließend reflektiert. Daraufhin wurden die Methoden überarbeitet und weiterentwickelt. Durch die ständige Kommunikation konnten wir unsere Taktik immer wieder optimieren und sind so schnell ans Ziel gekommen.

Danach sollten wir uns alle selber ein Projekt überlegen und haben dann abgestimmt, mit welchem Projekt wir gemeinsam weiterarbeiten möchten. Es waren sehr kreative Ideen, wie ein Sprint Cup, ein Netzwerktreffen für J-Teams und ein Ausflug in die Trampolinhalle dabei. Die meisten Stimmen hatte bei uns jedoch das Projekt „FDler-Party“. Anhand dieses Projekts haben wir mehrere Methoden der Planung kennengelernt, unter anderem das Erstellen eines Backlogs. Im Backlog haben wir alle Themen notiert, welche bis zur Party erledigt sein müssen (z.B. Termin und Location für die Party, Unterkünfte für die FDler, usw.) und diese nach Priorität sortiert. Bei dieser Methode haben wir alle wichtigen Themen auf ganz viele Post-it-Zettel geschrieben, auf eine große Tafel geklebt und immer wieder umsortiert.

Insgesamt gab es in den 3 Tagen sehr viel Input und uns allen hat zwischendurch ordentlich der Kopf gequalmt. Die Atmosphäre wurde jedoch durch die Praxisteile, Team-Building-Aufgaben und ganz viel Lüften immer wieder aufgelockert. In den Pausen gab es leckeres Essen und danach haben wir uns zusammengesetzt und Kartenspiele wie Uno oder Cabo gespielt. Ich habe auf dem Seminar viele neue Leute kennengelernt und es hat mir echt Spaß gemacht. Die 200 km zu fahren hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich freue mich schon sehr auf mein nächstes Seminar (Kinder-und Jugendfahrten) in Hinsbeck, bei dem ich auch einige Gesichter wiedersehen werde.

Liebe Grüße

Eure Laura