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Seminar Kinder- & Jugendfahrten – Kicks, Ersatz-Schlafsäcke und Vorbilder

Hallo zusammen,

in der vorletzten Woche war ich in Hinsbeck auf einem Seminar zum Thema Kinder- & Jugendfahrten. Nachdem ich am Mittwoch dreieinhalb Stunden mit Schneeregen und vielen Staus auf der Autobahn verbracht habe, war ich um 11 Uhr endlich angekommen.

Viel Zeit zum Auspacken blieb nicht, denn es ging direkt mit Kennenlernspielen und ein paar Kicks los. Ein Kick ist ein kurzes Spiel, das die Stimmung auflockern und die Aufmerksamkeit aller Teilnehmer erhöhen soll. Wir alle haben einen Beispiel-Kick zugeteilt bekommen, welchen wir innerhalb des Seminars mit der gesamten Gruppe durchführen sollten. Ich hatte den Kick „Eine Ente“. Dabei sitzen alle im Kreis und der Leiter beginnt mit: „Eine Ente mit 2 Beinen springt ins Wasser: plitsch“. Danach sagt der nächste Teilnehmer: „Zwei Enten mit 4 Beinen springen ins Wasser: plitsch platsch“. Wenn alle Teilnehmer dran waren und alle Worte richtig gesagt wurden, ist der Kick erfolgreich beendet. 🙂

Um in das Thema einzusteigen, haben einige Personen einen kurzen Text über eine Situation auf einer Jugendfahrt bekommen. Wir mussten dann ganz spontan antworten, wie wir handeln würden und haben in der Gruppe über mögliche Lösungen gesprochen. Danach ging es um Recht, Pädagogik und Versicherungen. Außerdem haben wir über die Aufsichtspflicht und das Sozialverhalten in der Gruppe gesprochen. Uns allen ist klar geworden, dass wir Vorbilder für die Kinder sind, sie zu uns aufschauen und sich so wie wir verhalten werden. Als ich selber früher mit ins Trainingslager gefahren bin, habe ich auch zu den Übungsleitern und Betreuern aufgeschaut und wollte so sein wie sie. In Zukunft werde ich noch bewusster drauf achten, wie ich mich vor den Kindern verhalte. Den Abend haben wir gemeinsam gemütlich mit Pizza und Gesellschaftsspielen ausklingen lassen.

Gestaltung des Programms

Am zweiten Tag haben wir dann gemeinsam eine fiktive Ferienfreizeit geplant. Wir sollten mit einer Gruppe von 50 Kindern und 10 Teamern 10 Tage nach Langeoog fahren und das Programm, die Verpflegung und Regeln festlegen. Dafür haben wir uns in Kleingruppen eingeteilt und danach unsere Ergebnisse der Gruppe vorgestellt. Ich habe mir ein Programm für die Kinder überlegt und neben Sportspielen am Strand, Filmabenden und einer Nachtwanderung stand auch ein Ausflug zu den Seehundbänken auf dem Programm.

Außerdem musste auch über die Rubrik „Unverhofft kommt oft“ geredet werden. Eine Magen- und Darm-Grippe oder einen überschwemmten Zeltplatz wünscht man niemandem, doch als Teamer bei einer Jugendfahrt muss man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und im Notfall auch Ersatz-Schlafsäcke dabei haben.

Zum Abschluss ging es dann noch ins Flip Hop, einem kleinen Trampolinpark direkt auf dem Gelände des Sport- & Erlebnisdorfs. Wir konnten auf den Trampolinen springen, klettern und haben über das gesamte Areal alle gemeinsam Zombieball gespielt. Dabei habe ich mich das erste Mal getraut einen Rückwärtssalto in eine Schnitzelgrube zu machen. 🙂 Das war zum Abschluss nochmal ein echtes Highlight.

Reflektion einer Fahrt mit Kindern und Jugendlichen

Am letzten Morgen haben wir noch besprochen, wie man eine Fahrt mit Kindern und Jugendlichen reflektiert und was einen guten Betreuer ausmacht. Dafür haben wir einen kurzen Spaziergang durch ein angrenzendes Waldgebiet gemacht und uns in Kleingruppen unterhalten. Abschließend haben wir den „Betreuer-Koffer“ mit allen wichtigen Dingen, die ein Betreuer immer dabei haben sollte gefüllt. Denn neben dem Erste-Hilfe-Kasten, Sonnencreme und den Ersatzschlafsäcken sind Kennelernspiele und Kicks für Zwischendurch nicht zu unterschätzen!

Nachdem wir mittags noch Pizza gegessen haben, ging es für uns alle wieder nach Hause und ich habe den Nachmittag erneut auf der Autobahn verbracht. Jedoch war mir das Seminar die lange Fahrt auf jeden Fall wert, das Thema hat mich sehr interessiert und ich habe viele nützliche Dinge gelernt. Auch wenn es sehr theorielastig war, hat es mir super gut gefallen und ich habe mich mit den anderen Teilnehmern richtig gut verstanden.

So jetzt habe ich inzwischen auch schon fast meine freien Bildungstage gefüllt und wünsche euch eine schöne Woche!

Eure Laura