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Tim ist jetzt auch ein Übungsleiter

Guten Tach,

jawohl – jetzt habe ich (Tim) es auch geschafft und bin offiziell Übungsleiter für Kinder und Jugendliche im Breitensport.
10 Tage in den Herbstferien habe ich zusammen mit anderen FSJlern aus dem Sport in Paderborn genutzt, um mich im Umgang mit Kindern und Jugendlichen weiterzubilden und neues theoretisches und praktisches Wissen zu erlangen. Leonie hatte ihre Übungsleiter C-Lizenz übrigens bereits in der Schule in ihrem Sport Leistungskurs gemacht.

In der ersten Woche haben wir viele Themen theoretisch besprochen, um uns das Wissen anzueignen. Danach wurden die Dinge aber auch direkt praktisch ausprobiert.
Wir beschäftigten uns mit verschiedenen Zielgruppen im Sport und unser Ausbilder Dominik gab uns direkt am ersten Tag ein Beispiel wie eine Sportstunde gut organisiert ist. Dabei besprachen wir die einzelnen Phasen einer Sportstunde.
In der Theorie beschäftigten wir uns auch viel mit dem Menschen selbst, also z.B. über die Wahrnehmung des Menschen oder auch die Anatomie oder Physiologie des Menschen.
Da sich in der Mittagspause immer gut gestärkt wurde (natürlich nur Sportleressen ;-)), nutzen wir die Theoriestunden nach der Mittagspause auch meistens noch zum Entspannen. Die „Box der Schande`“ aus dem Einführungsseminar gab es natürlich auch wieder und deshalb wurde in der Mittagspause häufiger mal Kuchen verteilt oder ein Teilnehmer musste ein Lied vorsingen.
Anstrengend waren die Praxiseinheiten aber dann auf jeden Fall, denn Themen wie Ausdauer oder Kraftübungen sorgten bei mir an 2 Tagen doch für ordentlich Muskelkater. Die C-Lizenz sollte uns selbstverständlich nicht geschenkt werden.

Am Freitag beschäftigten wir uns dann noch in einem längeren Vortrag am Ahorn-Sportpark mit dem Thema Recht und Versicherungen im Sportverein. Wir erwarteten eine träge Veranstaltung, aber wir merkten schnell, dass es doch wirklich sehr informativ war und wir sinnvolle Infos für unseren Arbeitsalltag bekamen. Danach freuten wir uns aber alle auf das Wochenende.

In der zweiten Woche stand am Montag ein ganztägiger Erste-Hilfe-Kurs an. Da für die meisten der letzte Kurs schon 2-3 Jahre zurücklag, war es definitiv sinnvoll, dass wir unser Wissen nochmal auffrischen konnten.

Von Dienstag bis Donnerstag standen dann unsere Lehrproben auf dem Programm. In 2er-Teams bestand für uns die Aufgabe darin, eine 60-minütige Sportstunde für unsere Gruppe vorzubereiten, zu organisieren und anzuleiten.
Neben den klassischen Ballsportarten entschieden sich auch einige der Teilnehmer/innen dafür z.B. eine Kinder-Turnstunde oder Yoga mit uns zu machen.
Ich entschied mich schnell dazu eine Handballstunde zu planen, obwohl ich erst in den letzten Wochen durch den TSV näher in Kontakt zum Handball gekommen bin. Aber ich wollte etwas neues ausprobieren und hatte echt richtig Bock für 60 Minute Übungsleiter in unserer Gruppe zu sein.
Die Stunde lief dann auch richtig gut ab und die Teilnehmer/innen hatten Spaß am Handball und den Übungen, die wir organisiert haben. Auch ich hab mich wohl gefühlt und hatte Spaß an der Aufgabe als Übungsleiter.
Nach jeder Lehrprobe folgte eine Reflexion aus der Sicht der Übungsleiter, der Gruppe und der Teamer, die sich komplett zurückhielten während der 60 Minuten. Während der Reflexion konnten wir noch einige kleine Tipps mitnehmen, aber sonst hat es uns gefreut, dass das Feedback zu unserer Stunde sehr positiv war. Scheint so als wäre ich ein guter Übungsleiter. 😉

Den letzten Tag ließen wir dann als Gruppe ausklingen, indem wir gemeinsam Trendsportarten wie Riesen-Tischtennis oder Spikeball ausprobierten und sehr viel Spaß hatten. Danach ging es als Abschluss-Highlight in die Kletterhalle zum Bouldern.

Abschließend kann ich auf 2 Wochen zurückblicken, in denen ich viel lernen durfte, den ein oder anderen Muskelkater hatte und sehr viele gute Erfahrungen gemacht habe. Der Spaß an der Sache war dabei immer wichtig, denn mit Spaß lernt man bekanntlich deutlich besser.
Und jetzt bin ich ganz offiziell auch ein Übungsleiter und habe direkt nach den Herbstferien damit begonnen, beim TSV meine eigenen Gruppen zu übernehmen.

Man sieht sich 🙂
Tim